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Neuenkirchen Melle im Verband Wohneigentum Niedersachsen e.V.


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26.04.2017 09:04 Alter: 114 Tage

Ein Hochbeet bauen und bepflanzen

Gegen Rückenschmerzen bei der Gartenarbeit gibt es ein bewährtes Mittel: das Hochbeet! Es wird meist in Tischhöhe angelegt, so dass der Gärtner sich kaum mehr bücken muss. Außerdem wird das Gemüse schneller reif – gute Gründe also, im Garen ein Hochbeet zu bauen.


26.04.2017

Die Vorteile eines Hochbeets

Neben dem bequemen Anbau von Gemüse im Hochbeet kann das Gemüse schneller reifen und früher geerntet werden. Der Grund: die höhere Bodentemperatur. Gleichzeitig sind maximale Nährstoffe im Beet enthalten, so dass Sie optimale Anbaubedingungen vorfinden.

Hochbeet selbst bauen

Wer ein Hochbeet in seinem Garten bauen möchte, sollte folgendes beachten: Zunächst ist es empfehlenswert, das Hochbeet im Herbst oder Frühjahr anzulegen. Zu Beginn wird der Boden gut 20 bis 30 Zentimeter tief ausgehoben. Zu breit sollte das Beet nicht sein, damit Sie von allen Seiten gut herankommen und auch die Mitte des Hochbeetes bequem erreichen. Hochbeete sind in der Regel etwa 120 Zentimeter breit und etwa 70 bis 80 Zentimeter hoch.

Ausrichtung und Form

Ideal ist die Ausrichtung des Beetes in Nord-Süd-Richtung. So kann das Sonnenlicht voll ausgenutzt werden. Grundsätzlich kann man Hochbeete in zwei Formen bauen:

  • Mit unten offenem Boden. Als Material für die Einfassung eignen sich Holz, Stein, Weidengeflächt oder Betonplatten, Blech oder Plastik. Damit die Wände stabil bleiben, empfiehlt die Gartenakademie Rheinland-Pflanz, im Abstand von einem Meter Pfosten in die Erde zu rammen. Ein feiner Maschendraht schützt den Boden vor Wühlmäusen. Dieser wird unter der ersten Schicht verlegt.
  • Mit geschlossenem Boden, zum Beispiel Holzkübel oder bepflanzte Fässer. Geschlossene Hochbeete eignen sich sehr gut für den Balkon. Sogar kleine Weinkisten lassen sich bepflanzen. 

Hochbeet in drei Schichten befüllen

Ein Hochbeet besteht aus mehreren Schichten:

  • In der ersten Schicht befinden sich grober Strauch- und Baumschnitt. Diese Schicht sorgt dafür, dass die zweite Schicht gut von unten belüftet wird und sich so gleichmäßig zersetzen kann. Damit die folgenden Schichten nicht durchrieseln können, werden Rasensonden mit dem Gras nach oben aufgebracht und fest angedrückt.
  • Die zweite Schicht besteht aus Laub sowie mit Erde vermischter Kompost. 
  • Anschließend kommt die dritte Schicht, die sich aus Garten- oder Blumenerde zusammensetzt. Die oberste Schicht sollte immer ungefähr 15 Zentimeter hoch sein.

Legt man sich ein kleines Hochbeet für den Balkon zu, lässt sich die Schichtung meist nicht durchführen. In diesem Fall genügt auch einfaches Substrat. Ein Nachteil liegt aber darin, dass die unteren Schichten nicht verrotten und so für Nährstoffe sorgen. Daher muss nachgedüngt werden.

Pflanzfolge im Hochbeet

Hochbeete bieten beste Nährstoffe für Pflanzen, deshalb eignen sie sich anfangs besonders gut für den Anbau von stark zehrenden Pflanzen wie Kohlarten, Salat und Lauch. In den ersten beiden Jahren müssen Sie meist nicht düngen, reichlich wässern genügt. Im Laufe der Zeit verrotten die Pflanzenreste im Hochbeet. Deshalb ist es empfehlenswert, vor dem erneuten Bepflanzen das Beet mit Kompost aufzufüllen. Nach etwa sechs Jahren sollte das Hochbeet komplett neu aufgeschichtet werden.

Quelle: zuhause.de