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Neufassung der Trinkwasserverordnung in Kraft

02.11.2011 
Vermieter müssen Anlagen zur Warmwasserbereitung überprüfen lassen

Viele Vermieter müssen demnach einmal im Jahr ihre Anlage zur Trinkwassererwärmung auf Legionellen überprüfen lassen, sonst droht ein Bußgeld von bis zu 25000 Euro. In Niedersachsen sind bis zu 245000 Gebäude betroffen.

Alle Großanlagen zur zentralen Trinkwassererwärmung mit einem Speicher von 400 Litern oder mehr müssen überprüft werden. Anlagen mit kleineren Tanks müssen nur untersucht werden, wenn sich in den Rohren bis zur am weitesten entfernter Entnahmestelle mehr als drei Liter befinden – das trifft aber, abhängig vom Durchmesser, erst auf Leitungen mit etwa 20 Meter Länge zu. Dezentrale Anlagen wie etwa Durchlauferhitzer fallen nicht unter die Regelung.

Von der Vorschrift sind hauptsächlich Wohnungsvermieter, aber etwa auch Hoteliers und Fitnessstudiobetreiber betroffen. Da nur Großanlagen untersucht werden müssen, sind Ein- und Zweifamilienhäuser ausgeschlossen. Wer unsicher ist, sollte einen Blick auf das Typenschild der Anlage werfen. Dort ist in der Regel die Größe des Speichers angegeben.

Die Untersuchung muss im Labor vorgenommen werden. Dort wird eine Trinkwasserprobe auf einen Nährboden gegeben, um festzustellen, wie stark sich die Legionellen vermehren. So lässt sich erkennen, ob ihr Anteil unbedenklich oder gesundheitsgefährdend ist.

Nur vom Land zugelassene Labore dürfen die Proben entnehmen und untersuchen. Eine Liste aller lizenzierten Labore findet sich auf den Internetseiten des Landesgesundheitsamtes.

Im ersten Schritt sind Eigentümer einer entsprechenden Anlage verpflichtet, diese beim örtlichen Gesundheitsamt anzuzeigen. Im zweiten Schritt müssen sie ein zugelassenes Labor mit der Untersuchung beauftragen. Es wird empfohlen, das Labor um die elektronische Meldung des Ergebnisses an die Gesundheitsbehörde zu bitten. Das bedeutet eine Erleichterung der Auswertung und erspare dem Vermieter Arbeit. Ab heute haben Vermieter ein Jahrlang Zeit für die Untersuchung. Nicht-Anzeige gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Die Kosten für eine Untersuchung werden auf knapp 200 Euro geschätzt. Sie dürften in der Regel als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden.

Das Formular zur Anzeige beim Gesundheitsamt finden Sie hier.

Die Laborliste finden Sie unter www.nlga.niedersachsen.de/download/12897.



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