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Feuchtigkeit begünstigt lästigen Untermieter: Schimmel in der Wohnung schadet der Gesundheit

03.03.2012 
Was einen guten Käse durchaus adeln kann, ist in den eigenen vier Wänden eher weniger willkommen: Schimmel. Vor allem in der Heizperiode breiten sich die lästigen und gesundheitsschädlichen Pilze gerne aus. Die Versicherungs Gruppe SIGNAL IDUNA Gruppe, Dortmund/Hamburg, hat einige wissenswerte Punkte rund ums Thema gesammelt.

Es ist fast schon der sprichwörtliche Fluch der guten Tat. Die Bauweise moderner Immobilien ist zwar unter energetischen Gesichtspunkten sinnvoll, doch leistet sie gleichzeitig dem Gedeihen von Schimmelpilzen Vorschub. Wer dann etwa nachlässig ist mit dem Lüften, schafft einen guten Nährboden für den gefürchteten Schimmelrasen.

Denn was passiert? Warme Luft nimmt Feuchtigkeit auf. Kühlt sie ab, beispielsweise an kalten Wänden, sinkt auch ihr Speichervermögen: Sie muss Feuchtigkeit loswerden, die sich dann an der kältesten Stelle nieder schlägt, wenn es keine Luftzirkulation gibt - gerne auch hinter Möbeln oder Vorhängen. Konnte zum Beispiel früher solche Feuchtigkeit an den kalten Scheiben einfach verglaster Fenster kondensieren, so sind die Scheiben heutiger Isolierglasfenster dafür zu warm.

Schimmelpilze gelten unter anderem als Auslöser für Allergien, die besonders die Atemwege betreffen. Aber auch Hautirritationen wie Jucken oder Neurodermitis wurden schon beobachtet, genauso wie Schleimhautreizungen und Kopfschmerzen. Schimmel kann bereits krank machen, bevor man ihn überhaupt sieht. Daher raten Experten, bei unklaren Symptomen ein Analyseinstitut zu konsultieren, das Raumluft und Staub auf Schimmelsporen untersucht.

Bevor man dem Schimmel zu Leibe rückt, müssen die Ursachen - zum Beispiel Kältebrücken oder andererseits falsches Lüften und Heizen - geklärt und abgestellt werden. Kleineren Schimmelflecken im Bad, die leicht auftreten, wenn man zu wenig gelüftet hat, kommt man mit Ethylalkohol bei. Fachleute empfehlen, anschließend mit fungizider Wandfarbe - am besten aus dem biologischen Fachhandel - zu überstreichen.

Was kann man zum Beispiel als Mieter tun, um Schimmel zu vermeiden? Hauptproblem ist gerade in der kalten Jahreszeit das richtige Lüften. Man sollte mindestens zwei-, dreimal am Tag „stoßlüften“, also die Fenster für rund fünf Minuten weit aufreißen und für Durchzug sorgen. Die Fenster dauerhaft „auf Kipp“ stehen zu lassen, treibt nur die Heizkosten hoch, reicht aber nicht aus, um die Raumluft auszutauschen. Nach dem Duschen, Baden oder Kochen direkt lüften und die Tür geschlossen halten, damit sich die Feuchtigkeit nicht in der Wohnung verteilt. „Kalte“ Räume, wie beispielsweise das Schlafzimmer, sollten ebenfalls geschlossen bleiben, damit sich hier keine Feuchtigkeit aus den wärmeren Zimmern an den Wänden niederschlägt. Generell sollte die Raumtemperatur nicht unter 16 °C sinken, die Luftfeuchtigkeit nicht über 60 Prozent steigen.

Nicht nur nach einem Wasserschaden …

… wird Schimmel schnell zum Problem. Vor allem in der Heizperiode breiten sich die lästigen und gesundheitsschädlichen Pilze gerne in Haus und Wohnung aus. Richtiges Heizen und Lüften beugt der Schimmelbildung vor.



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