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Kreisel in Schiplage-St. Annen

15.01.2015 
Mit einem Brief an den Meller Bürgemeister Reinhard Scholz unterstützen wir die Bürger von Schiplage-St.Annen

Sehr geehrter Herr Scholz,

die Kreisgruppe Melle im Verband Wohneigentum Niedersachsen e.V. mit ca. 860 Mitgliederfamilien im Raum Melle steht voll hinter der Forderung der Bürger aus Schiplage-St. Annen. Der Verband steht für den Schutz und die Unterstützung unserer Mitglieder im selbst genutzten Wohneigentum. Wir sorgen dafür, dass die Mitglieder ihr Wohneigentum sorgenfreier genießen können. Das ist insbesondere für Familien im Ortsteil Schiplage – St. Annen, die in der Nähe der L 95 wohnen z. Zt. nicht der Fall.

In mehreren offenen Briefen sind die Meinungen der Schiplager Bürger bereits dargelegt worden.  Ich frage mich, wie wollen wir den Menschen, die sich über Monate und Jahre ehrenamtlich eingebracht haben und denen man anschließend versprochen hat: „Der Kreisel kommt“, wieder mit ruhigem Gewissen in die Augen schauen, wenn dieser Kreisel jetzt nicht kommen sollte. Diese Menschen würden zukünftig nicht mehr bereit sein, sich in irgendeiner Weise ehrenamtlich einzubringen. Die Stadt braucht aber an vielen Stellen diese Helfer!

Der Kreisel an der L83/L95  bringt  mehrere Vorteile in den Ortsteil. Neben der Verkehrsberuhigung und der Verkehrssicherheit wird auch die Umweltbelastung durch Autoabgase erheblich verbessert. Im Kreisel fließt der Verkehr ohne ständige Stopps. Bei dem jetzigen Zustand müssen die Fahrzeuge auf der L 95 bei der Einmündung auf die L 83 wegen der Vorfahrtachtung anhalten und wieder anfahren. Das bedeutet für die Anwohner Lärmbelästigung und Abgase.
Auch optisch würde hier ein positives Zeichen gesetzt werden. Der derzeitige Zustand ist keine Lösung und muss schnellstens beseitigt werden.

Die Kosten, die angeblich über 1 Mill. € liegen sollen, können sicherlich nicht alleine von der Stadt getragen werden. Doch die Stadt Melle hat die Möglichkeit, mit einer Anteilszusage und einer entsprechenden Anforderung an das Land Druck auszuüben.

Die hohen Kosten entstehen ja wohl, weil die anliegenden Straßen grundlegend erneuert werden müssen. Aber ist es nicht so, dass der Straßenzustand sowieso eine Erneuerung der bestehenden Straßen notwendig macht? In diesem Zuge müsste die Anbindung der beiden Straßen zu einer rechtwinkeligen Anbindung umgebaut werden. In diesem Fall wäre eine erhebliche Summe vom Land aufzuwenden. So gesehen verbleibt doch ein wesentlich kleinerer Betrag an Mehrkosten für die Erstellung des Kreisels übrig, der sich wiederum durch den Anteil der Stadt Melle verringert. Das müsste auch dem Land zu vermitteln sein.

Im Übrigen sollte auch bedacht werden, dass bis heute schon erhebliche Mittel für die Vorbereitungen zum Bau des Kreisels ausgegeben worden sind (Planungsbüro, Planfeststellungsverfahren usw.).

Als Vorsitzender der Kreisgruppe vom „Verbande Wohneigentum“ bitte ich Sie, sich für die Erstellung des Kreisverkehrs in Schiplage St.-Annen einzusetzen und die notwendigen Maßnahmen zu forcieren.

Mit freundlichen Grüßen

Erwin Gardlo

 



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