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Gelungener Auftakt mit der Aktion "Obstbaumschnitt"

23.02.2015 
Die Kreisgruppe Melle führte eine Schulung für den Gehölz- und Baumschnitt durch.

Experte gibt in Melle Tipps zum Gehölz- und Baumschnitt

Experte Hans-Willi Heitzer (rechts) erklärte im Praxisteil den Umgang mit Rosenscheren und anderen Gerätschaften zum Baumschnitt. Foto: Christina WiesmannExperte Hans-Willi Heitzer (rechts) erklärte im Praxisteil den Umgang mit Rosenscheren und anderen Gerätschaften zum Baumschnitt. Foto: Christina Wiesmann

Neuenkirchen. Die Kreisgruppe Melle des Verbandes für Wohneigentum (VWE) Niedersachsen weiß, dass der richtige Schnitt von Sträuchern und Bäumen unerlässlich ist. Und doch werden gerade beim Schneiden Fehler gemacht, die immer wieder ungewünschte Konsequenzen nach sich ziehen.

Um mit falschen Schnitttechniken und unglaubwürdigen Märchen rund um den Gehölzschnitt ein für alle Male aufzuräumen, war der Experte des VWE, Hans-Willi Heitzer, für ein Schnittseminar am Samstagvormittag nach Neuenkirchen auf den Hof Hagemann-Krystosek gekommen. Seinen knapp einstündigen theoretischen Vortrag mit anschließendem Praxisteil verfolgten knapp 60 Teilnehmer.

Gutes Werkzeug

Hans-Willi Heitzer verriet, wie wichtig das richtige Werkzeug zum Schneiden von Bäumen und Sträuchern ist. „Eine gute Rosenschere kostet zwar ein wenig mehr, begleitet Sie aber dafür ein ganzes Gärtnerleben lang.“ Er betonte: „Scharfes Werkzeug ist wichtig.“ Denn: Eine stumpfe Klinge quetscht einen Ast ab, anstatt ihn sauber abzuschneiden. Zur Basisausstattung eines jeden Gartens gehörten ebenso eine Astschere und eine Baumsäge. Beide gebe es in unterschiedlichen Ausführungen, doch auf Qualität solle wegen eines sauberen Schnittes auch hier geachtet werden.

Bäume und Sträucher müssen aus durchaus nachvollziehbaren Gründen regelmäßig geschnitten werden. Dazu zählt der Rückschnitt aus Platzgründen ebenso wie ein Verjüngungsschnitt oder das Entfernen von Ästen mit Krankheitsbefall. Experte Heitzer erklärte, dass ein Schnitt auch die Blüte und den Fruchtertrag fördere.

Ein Schneiden der äußeren Form allein macht keinen Sinn, denn es fördert das unkontrollierte Wachstum auch in Zukunft.

Bei der Astentfernung sollte unter Umständen schrittweise vorgegangen werden, um ein Ausreißen des Astes zu vermeiden. Der Schnitt selbst sollte auf dem Astring erfolgen, ohne diesen zu beschädigen. Der Baum ist danach selbst dazu in der Lage, die Wunde der Astentfernung durch Überwallung zu verschließen.

Je teurer, desto weniger

Hans-Willi Heitzer verriet den Anwesenden auch eine praktische Regel für Ziergehölze: „Je teurer ein Gehölz für den Garten ist, desto weniger sollte es geschnitten werden.“

Nach dem theoretischen Teil konnten die Teilnehmer in drei Gruppen unterteilt das zuvor Gelernte an Obstbäumen des Neuenkirchener Hofes anwenden. Damit erlangten sie das nötige praktische Fachwissen, um in Zukunft auch im eigenen Garten einen Profischnitt an Bäumen und Gehölzen durchführen zu können.

Bei guter Stimmung konnten sich die Teilnehmer auf der Diele von Hagemann-Krystosek wieder aufwärmen. Den Teilnehmern wurde zur Stärkung Bratwurst vom Grill, Warmen und kalte Getränke kostenlos geboten. Zum Abschluss ging es nochmal an ganz alte Bäume in Schiplage-St. Annen. Herr Heitzer zeigte hier wie man alte Bäume wieder verjüngen kann.


E. Gardlo



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