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„Teilnahme am Mikrozensus ist wichtig“

01.06.2015 
Landesamt für Statistik Niedersachsen führt in Teilen der Stadt Melle Erhebung durch

pm. Bis zum Dezember dieses Jahres führt das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) in Teilen der Stadt Melle eine Mikrozensuserhebung durch. „Wir möchten die ausgewählten Haushalte bitten, sich an dieser Befragung zu beteiligen“, sagt Bürgermeister Reinhard Scholz. Die Ergebnisse des Mikrozensus seien für Politik und Gesellschaft von erheblicher Bedeutung. Sie dienten unter anderem dazu, einen Eindruck von den Lebensverhältnissen der Bevölkerung zu erhalten. Die im Rahmen der Befragung gewonnenen Erkenntnisse bildeten eine wichtige Grundlage dafür, solchen Bevölkerungsgruppen eine effektive Förderung zu ermöglichen, die in besonderem Maße der staatlichen Unterstützung und Fürsorge bedürfen – wie beispielsweise Kinder, Kranke und Erwerbslose.

Die Mikrozensusbefragungen werden in der Bundesrepublik Deutschland seit 1957 durchgeführt – im aktuellen Fall durch vom Landesamt ausgewählte Erhebungsbeauftragte, die die Befragung unter Einsatz eines Laptops durchführen. Die Beauftragten besitzen einen amtlichen Ausweis, wurden in ihre Aufgaben eingewiesen und sind über alle Angaben, die ihnen bei ihrer Tätigkeit bekannt geworden sind, zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Die betreffenden Haushalte werden durch ein mathematisch-statistisches Zufallsverfahren ausgewählt und dann im Regelfall vier aufeinanderfolgende Jahre befragt. Jährlich ist etwa 1 Prozent der Bevölkerung in die Erhebung einbezogen.

Die Fragen bestehen aus einem Grund- und einem Ergänzungsprogramm. Während die Fragen des Grundprogramms jährlich gleich bleiben, werden die Fragen des Ergänzungsprogramms in einem vierjährigen Turnus gestellt. Darüber hinaus gibt es das sogenannte ad-hoc Modul, das nur bei einem Teil der Haushalte zum Einsatz kommt.

Die Fragen des Grundprogramms erstrecken sich neben Fragen zur Person (Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit) schwerpunktmäßig auf die Bereiche Familie und Haushaltszusammenhang, Erwerbstätigkeit, Arbeitssuche, allgemeine und berufliche Ausbildung und Lebensunterhalt.

Im Ergänzungsprogramm werden die Themen Migration, Wohnsituation, Gesundheit und Pendlereigenschaften/-merkmale erhoben.

Das ad-hoc Modul ist Teil der Arbeitskräftestichprobe und soll aktuell auftretende Themen im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt abdecken. Nur jeder zehnte Haushalt im Mikrozensus wird jährlich zu den Themen des ad-hoc Moduls befragt.

Für die meisten Fragen besteht eine Auskunftspflicht seitens der Haushalte, gleichwohl sind einige Auskünfte freiwillig.

Aufgrund des Stichprobenumfangs und der Breite der erhobenen Merkmale bietet der Mikrozensus wie keine andere Haushaltserhebung eine Basis für Auswertungen zu sozioökonomischen und demografischen Fragestellungen. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und nicht zuletzt der Öffentlichkeit als Grundlage für Entscheidungen, Analysen und objektiver Meinungsbildung. Aktuelle Fragestellungen wie beispielsweise zu Menschen mit Migrationshintergrund, Ursachen und Ausmaß für Erwerbslosigkeit, Wirkung des demografischen Wandels und vieles andere mehr können detailliert statistisch beschrieben und analysiert werden.

Weitere Informationen erteilt Heike Wiesemann, Hauptamt der Stadt Melle, Telefon 05422/965-260, E-Mail h.wiesemann@stadt-melle.de.



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